Audiotec Fischer Tech-Talk #5

Die steigende Anzahl an Kanälen in anspruchsvollen Soundkonzepten macht eine immer komplexere Signalführung in DSP-Geräten unumgänglich. Speziell wenn es darum geht Eingangssignale auf aktive Mehrwege-Systeme (bspw. 3-Wege Frontsystem, 2-Wege Centersystem etc.) aufzugliedern, stößt man mit herkömmlichen Routing-Konzepten schnell an Grenzen.

Audiotec Fischers neues "Virtual Channel Processing" ermöglicht es, in Verbindung mit der anerkannt benutzerfreundlichen DSP PC-Tool Software, selbst hochkomplexe Anlagen-Konfigurationen einfach abzubilden und die proprietären FX-Soundfeatures wie z.B. "RealCenter" oder "Dynamic Bass Enhancement" frei jedem Ausgangskanal zuordnen zu können.

Die Vorteile des VCP im Überblick:
- Ausgangskanalübergreifender Gruppen-Equalizer
- Mehrwege-Konfiguration der DSP-Soundeffekte (SFX)
- Zusätzliche Funktionen wie Rear Attenuation
- Und viele mehr…

 

Das Bedienkonzept des VCP
Im Gegensatz zu bisherigen Methoden ist das Virtual Channel Processing (VCP) ein mehrstufiges Signalverarbeitungs-Konzept. Die Funktion erweitert den bisherigen Umfang des Gerätes um eine neue Ebene an prozessierten Kanälen, welche sich zwischen den Ein- und Ausgängen befindet.

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Kanalübergreifender Gruppen-Equalizer

Beispielanwendung: Aktives Mehrwege-System
Wird ein Eingangssignal (bspw. Vorne links) erst auf einen virtuellen Kanal geroutet (Front L Full) und dieses Signal anschließend auf ein aktives Mehrwege-System geroutet (bspw. Vorne links – Hochtöner, Mitteltöner und Tieftöner), so ist es möglich, mit Hilfe des Equalizers des virtuellen Kanals alle nachgeschalteten einzelnen Kanäle gleichzeitig in ihrer Tonalität zu beeinflussen. Der Vorteil dieses Konzeptes ist, dass sich vor allem die Frequenz- und Phaseneinflüsse auf alle nachgeschalteten Kanäle gleich auswirken, so dass gerade in aktiven Mehrwege-Konfigurationen die Abstimmung der Lautsprecher untereinander nicht negativ beeinflusst wird.

VCP-DSP-Signal-Flow

 

Mehrwege-Konfiguration der DSP-Soundeffekte (SFX)

Beispielanwendung: 2- oder gar 3-Wege Centerlautsprecher
Die DSP-Soundeffekte wie das RealCenter-Management oder das Augmented Bass Processing sind nicht mehr fest mit den Ausgängen verknüpft, sondern an bestimmte „virtuelle Kanäle“ gebunden:
Front Processing: virtuelle Kanäle Front L Full und Front R Full
Center Processing: virtueller Kanal Center Full
Augmented Bass Processing: virtuelle Kanäle Subwoofer 1 und Subwoofer 2. An diese ist auch die Subwoofer-Lautstärkeregelung gebunden.

Dadurch ist es möglich, die DSP-Soundeffekte auf beliebig viele Ausgänge zu routen, um beispielsweise 2- oder gar 3-Wege Centerlautsprecher-Konfigurationen zu realisieren. Der Flexibilität sind hier somit kaum noch Grenzen gesetzt.

 

Zusätzliche Funktionen
Darüber hinaus ermöglicht das VCP die Realisierung weiterer neuer Funktionen. Eine dieser Funktionen ist beispielsweise die „Rear Attenuation“.
Bei dieser kann mit Hilfe einer Fernbedienung die Lautstärke der virtuellen Kanäle „Rear L Full“ und „Rear R Full“ separat geregelt werden. So ist es auch ohne Umschalten des Sound Setups möglich, die hinteren Lautsprecher (oder auch jeden anderen Kanal, welcher durch diese Kanäle geroutet wird) in ihrer Lautstärke zu regeln.

Weitere Infos zum Workflow finden Sie in den Bedienungsanleitungen der VCP unterstützenden DSP-Geräten.