Audiotec Fischer Tech-Talk #3

Grundlegend für ein perfektes Klangerlebnis und die optimale Signalverarbeitung ist die Qualität des Eingangssignals. Speziell in OEM Integrationen wird das Signal jedoch bereits vom Werksradio manipuliert. Mit dem Input Signal Analyzer (ISA) kann eine solche Manipulation am Frequenzgang des Eingangssignals analysiert und mit dem integrierten InputEQ ausgeglichen werden, bevor das Signal vom DSP weiterverarbeitet wird.
Zusätzlich ermöglicht der InputEQ den Einsatz von amplitudenlinearen Allpass-Filtern, um in bestimmten OEM Integrationen wie z.B. bei Peugeot Werksradios, eine phasenrichtige Addition des linken und rechten Kanals zur Nachrüstung eines Subwoofer zu ermöglichen.

Aber aus welchem Grund sollte ich beispielsweise einen amplitudenlinearen Allpass-Filter setzen?
Allpass-Filter werden häufig in französischen und amerikanischen Fahrzeugen anstatt einer Laufzeitkorrektur eingesetzt um eine breitere Bühnenabbildung zu realisieren. Hierdurch wird jedoch die Phasenrelation der Kanäle zueinander so stark beeinflusst, dass eine Addition der Kanäle häufig zu einer breitbandigen Auslöschung im Grundtonbereich und somit zu einer schlechten Basswiedergabe führt.
Diese kann durch eine Korrektur im InputEQ und Verifikation im ISA wieder vollständig hergestellt werden.

 

Die Features des ISA und InputEQs auf einen Blick:

Input Signal Analyzer:

  • Instrument zur Frequenzgang-Messung.
  • Anpassungen im InputEQ werden in der Messung des ISA sichtbar. Hierdurch können alle Anpassungen direkt im ISA kontrolliert werden.
  • Mehrere Eingangskanäle können vor der Messung aufsummiert werden, um phasenbezogene Unterschiede zwischen den einzelnen Eingangssignalen zu erkennen.
  • Die Aufsummierung kann in Pegel und Polarität konfiguriert werden, um bei der Zusammenführung von Mehrwegesystemen das optimale Mischverhältnis zu finden. Das Ergebnis ist ebenfalls im ISA ablesbar.
  • Die verhältnisrichtige Aufsummierung des Messignals kann als „Routing“ direkt ins IO-Kanalrouting übertragen werden.

 

InputEQ:

  • Dient zur Korrektur von Eingangssignalen (i.d.R. von OEM Headunits) bei denen bereits Manipulationen im Frequenzgang vorgenommen wurden. Ziel dabei ist es, den Frequenzgang zu linearisieren bevor das Signal im DSP weiterverarbeitet wird.
  • Ermöglicht das Setzen von amplitudenlinearen Allpass-Filtern, um in speziellen Anwendungsfällen wie z.B. bei Peugeot Radios, eine phasenrichtige Addition von Kanälen für den Subwoofer zu ermöglichen.

 

Im nachfolgenden die wichtigsten Schritte zur Korrektur eines Frequenzgangs:

  1. Input Signal Analyzer öffnen (Im IO-Menü rechts oben auf das Regler-Symbol klicken).
    ISA_Screenshot-1

  2. Eingangskanal auswählen – Mehrfachauswahl zur Summierung per Drag & Drop ist möglich.
    ISA_Screenshot-2

  3. Über das Werksradio korreliertes Rosa Rauschen abspielen.

  4. Signalmessung starten – nach ca. 20 Sekunden wird das Ergebnis angezeigt.
    ISA_Screenshot-3

    ISA_Screenshot_4-1-1

  5. InputEQ einstellen und auf weitere Messung warten – die Einstellungen werden nach kurzer Zeit sichtbar.
    ISA_Screenshot_4_1

  6. Wiederhole die Schritte 4 und 5, bis das Eingangssignal möglichst linear (flat) ist.

Der Input Signal Analyzer ist Bestandteil unserer neuen ACO-Technologie und somit in allen aktuellen Audiotec Fischer Produkten mit ACO-Plattform enthalten:
BRAX DSP,
HELIX DSP.3,
HELIX DSP MINI,
MATCH M 5DSP MK2